Phase 3
Bewerten und vergleichen mit einer gewichteten Matrix
Jetzt wird aus Bauchgefühl eine nachvollziehbare Entscheidung. Das Werkzeug dafür ist eine Bewertungsmatrix: Sie bewerten jeden Kandidaten auf denselben, vorher gewichteten Kriterien.
Die fünf Achsen der B2B-Softwarebewertung
| Kriterium | Worum es geht | Typische Gewichtung |
|---|---|---|
| Integration | Passt das Tool in Ihre bestehende System- und Datenlandschaft? | hoch |
| Datenschutz & Sicherheit | EU-Hosting, Auftragsverarbeitung, Zugriffsrechte, Zertifikate. | hoch |
| Preismodell | Transparenz, Folgekosten, Skalierung mit der Nutzerzahl. | mittel–hoch |
| Support & Reife | Erreichbarkeit, Dokumentation, Update-Frequenz, Anbieterstabilität. | mittel |
| Skalierbarkeit | Wächst das Tool mit Team, Datenmenge und Anwendungsfällen mit? | mittel |
So funktioniert die Matrix
- Gewichten Sie jedes Kriterium (z. B. 1–3), abgeleitet aus Ihren Anforderungen.
- Bewerten Sie jeden Kandidaten je Kriterium (z. B. 0–5).
- Multiplizieren Sie Bewertung × Gewicht und summieren Sie je Kandidat.
- Die Muss-Kriterien bleiben Ausschlusskriterien – wer sie reißt, fällt unabhängig vom Punktestand raus.
Wichtig: Die Matrix ersetzt kein Urteil, sie strukturiert es. Ihr Wert liegt darin, dass alle dieselben Maßstäbe anlegen und die Entscheidung später begründbar bleibt.
Von der Longlist zur Shortlist
Zwei bis drei Kandidaten mit dem höchsten gewichteten Ergebnis kommen in die Testphase. Mehr sollten es nicht sein – jeder ernsthafte Pilot kostet Zeit.
Software-Empfehlung
Eine gewichtete Bewertung lässt sich in jeder Tabellenkalkulation abbilden; entscheidend ist nicht das Werkzeug, sondern dass die Kriterien vor dem Vergleich feststehen.
Konkrete Anbieter-Empfehlungen mit Direktlinks ergänzen wir laufend.